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carrelkieran 101 sw hp 1sanchez santiago 005 sw hp 1 neu„Was macht man auf der Bühne, wenn man auf einmal lachen muss?“ „Mögen Sie auch andere Musik?“ Viele, viele Fragen stellten wir, die Klassen 6b und 6a, den beiden Tenören Santiago Sanchez und Kieran Carell. Sie besuchten uns im digitalen Musikunterricht per Videokonferenz. Die Sänger saßen dabei in einem Probenraum der Bonner Oper und wir konnten ihnen dabei zuhören, wie sie Gesangübungen machten oder aus einer Oper vorsangen. Alle waren begeistert und es gab einen kräftigen Applaus!

Wir fragten sie, wie sie mit der Corona-Krise zurechtkommen und ob sie das Singen vermissen – was natürlich der Fall ist. Sie erzählten von ihren zahlreichen Auftritten. Santiago Sanchez zeigte uns, wie man sehr hoch singen kann. Er hat uns erklärt, dass der Körper dabei gerade sein muss, damit die Luft gut herausströmen kann. Das haben wir dann auch selber ausprobiert. Sie erzählten uns, dass es ein tolles Gefühl wäre, vor einem Publikum zu schauspielern und zu singen.

Wir erfuhren wie es ist, wenn man Opernsänger ist, dass man viel üben muss, normalerweise oft auftritt, wie man sich vorbereitet, dass Kieran Carell eigentlich gar nicht mehr viel Lampenfieber hat (bis auf die letzten fünf Minuten, bevor die Oper losgeht), und dass Opern schwierig zu verstehen sind. Man müsse sich ihnen langsam nähern und ihnen viele Chancen geben, meinte Santiago Sanchez. Das wollen wir gerne tun, und wenn es wieder möglich ist, wollen wir als Klasse die Oper besuchen. Wie uns berichtet wurde, gibt es dort auch geheime Gänge. Das ist natürlich auch spannend!
Das Schönste am Opernleben seien auch die vielen Freundschaften. Egal in welcher Stadt man beschäftigt sei, man fände schnell Kontakt zu anderen. Dabei haben die beiden Tenöre nicht nur Freunde, die Musiker sind, sondern auch Freunde, die ganz normale Berufe haben und die dann gerne zur Opernpremiere kommen. Lustig war noch, dass die erste richtige Oper, die Santiago Sanchez gesungen hat, genau die Oper ist, die wir auch gerade im Unterricht durchgenommen haben: „La Cenerentola“ („Aschenputtel“) von Rossini.
Es war sehr interessant einen Opernsänger persönlich zu treffen. Wir haben uns sehr über den Besuch gefreut und würden ihn jederzeit wieder mit Fragen löchern! Am besten dann direkt in der Oper Bonn selber! Aber wir wissen nun schon: Vom Singen bekommt man keinen Muskelkater. 😊

Text: Sonja (6a), Ben (6b), Mayra (6b), Sören (6b), Thorben (6b); Foto: Thilo Beu