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Weihnachtskonzert 1 neuGroß war die Aufregung und mindestens genauso groß auch die Vorfreude: Letzte Blicke in die Noten, schnell wurde hier und da noch ein Instrument nachgestimmt, kurz in den Zuschauerraum des Pädagogischen Zentrums gespäht und dann konnte das Weihnachtskonzert des Hardtberg Gymnasiums am Freitagabend beginnen. Unter Einhaltung der Corona-Vorgaben, mit stark verringerten Gästezahlen, eben unter ganz anderen Bedingungen als zu normalen Zeiten, hatten die Schüler und Musiklehrer ein Programm auf die Beine gestellt, das sich sehen und natürlich vor allem hören lassen konnte! Vorbereitet hatten sich die großen und kleinen Instrumentalisten und Sänger auf der Probenfahrt nach Oberwesel und Probentagen in der Schule und konnten es nun kaum erwarten, auf der Bühne zu stehen.

Während es im Zuschauerraum dunkel wurde, erstrahlten die Bühnenscheinwerfer und die PopSingers (Leitung Alexandra Siemoneit, Anne Junk) eröffneten mit ihren klaren Stimmen und der schön gestalteten Ballade „Can’t Help Falling In Love“ das Konzert. Weihnachtlich wurde es dann mit „God Rest You, Merry Gentlemen“: Im feierlichen Unisono präsentierten die Sänger die Melodie, überzeugten aber auch im mehrstimmigen Satz mit schönem Solo (Tim Dröge, Jan Neuburg) und einer klang- und rhythmusgewaltigen Strophenfassung, bevor sie mit „Stitches“ (Solo Marie Diewald, Nanami Meyer, Jan Neuburg, Tim Dröge) bei ihren Zuhörern für einen Ohrwurm sorgten.

Danach hatten die Instrumentalisten des Orchesters La Sinfonietta (Leitung Carsten Dittmer) ihren Auftritt, den sie mit sattem und feierlichem Klang des „Te Deum“ von Charpentier eröffneten. Anschließend lud der Dirigent die Zuhörer zu einer Musikalischen Schlittenfahrt (Leopold Mozart) ein. Dabei ließ das Orchester eine regelrechte Geschichte erklingen, bei der man sich unschwer den mit Glöckchen versehenen Pferdeschlitten vorstellen konnte, aber auch bei klirrender Kälte mit zitterte und die heitere Fahrt genoss. Bei Gabriel Faurés „Pavane“ durften dann Klavier und Flöten mit weichem Ton die zarte Melodie eröffnen, bis die übrigen Holzbläser begleitet vom Pizzicato der Streicher einsetzten und nach und nach das restliche Orchester einen weichen Klangteppich erstrahlen ließ.

Weihnachtskonzert 2 neuMit dem Wechsel zum Blasorchester (Leitung Dagmar Haun-Schmitz) gab es auch einen Genre-Wechsel: Klanggewaltig, melodiös, aber auch ausgelassen, angefeuert vom Schlagzeug und stets gut aufeinander abgestimmt eröffneten die Bläser mit einem Star-Wars-Medley ihren Auftritt. Spannend und dramatischer wurde es dann bei „Spy Chase“, bevor die Schüler mit sicht- und hörbarem Spaß am Musizieren ein Medley der Filmmusik „The Greatest Showman“ spielten und dabei zum Schwelgen in den bekannten Songs einluden.

Wer bis zu diesem Zeitpunkt schon überrascht war von der Vielseitigkeit des Programms, den bunt gemischten Zusammensetzungen von Fünftklässlern bis zu Abiturienten und ehemaligen Schülern, erlebte bei der HBG Big Band (Leitung Carolin Lerch, Jeannine Worch) noch eine weitere Überraschung: Eingehüllt in den Dunst der Nebelmaschine, Sonnenbrillen tragend und mit groovigem Funk-Sound sorgten die Musiker mit „Brick House“ (Soli Farina Schwarze, Silas Thiesmeyer, Malte Ißler) für einen absolut starken Auftritt. Lateinamerikanisches Flair gab es dann bei dem Song „Sway“ (Soli Silas Thiesmeyer,  Malte Ißler) mit einem coolen Cowbell-Solo, dem mit September (Solo Niels Haupt)  musikalisch noch einmal ein Hit der 70er Jahre folgte. Aber auch im Programm der Big Band fehlten weihnachtliche Klänge nicht: Mit dem swingenden „Oh Christmas Tree“ und dem schon ein wenig zur Tradition gewordenen „Feliz Navidad“ verabschiedeten sich die inzwischen Nikolaus-Mützen tragenden Instrumentalisten.