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Drexler 1Den Videobeweis würde er am liebsten „in dieser Sekunde abschaffen“, von seiner Zeit im Sport LK ist hängen geblieben, dass man auf gar keinen Fall dopen sollte, und im Leben, sagt er, sei es immer so, „dass du mal der Hund und mal der Baum bist“. - Die zwei Stunden, die der Bundeligaprofi Dominick Drexler am Mittwoch in den Sport Leistungskursen verbracht hat, um den Schülerinnen und Schülern viele Fragen zu beantworten, waren interessant und lehrreich, gleichzeitig aber auch kurzweilig, witzig und erfrischend ehrlich.

Drexler 2Auf Einladung der Sport-LK-Lehrer erklärte sich der Spieler des 1. FC Köln spontan bereit, sich von den drei Sport Leistungskursen zu unterschiedlichen Themen, die die Schülerinnen und Schüler für ihre theoretische Abiturprüfung lernen müssen, befragen zu lassen. Und so traf sich der Fußballprofi, der jüngst für den olympischen Kader nominiert wurde, mit etwa 50 LK-Sportlerinnen und Sportlern, den LK-Lehrern, Schulleiter Günther Schlag und mit der stellvertretenden Schulleiterin Maja Taraš-Meštrović zur Fragerunde im Hörsaal. Moderiert wurde die Talkrunde von den Sportlehrern Dorothee Becker und Sören Eglitis.
Drexler legte 2009 am HBG sein Abitur ab. Seine Leistungskurse waren Deutsch bei Herrn Schwake und Sport bei Frau Becker. Die witzelte auch gleich zu Beginn: „Im Grunde kann man doch sagen, dass du den letzten Feinschliff im Sport LK bekommen hast.“ Tatsächlich denkt Drexler gerne an seine Schulzeit am HBG zurück und weiß auch einige Anekdoten zu erzählen: „In der Sportabitur-Prüfung haben wir beim Diskurswurf tolle Ergebnisse erzielt, leider ist aber beim 3. Wurf dann aufgefallen, dass wir mit den leichteren Damen-Disken geworfen haben.“
Aber auch ernstere Themen beantwortet der Fußballer ehrlich und ausführlich, etwa über seinen sportlichen Werdegang, der am Brüser Berg begonnen hat. „Als Kind träumt man davon berühmt zu werden, aber man weiß gar nicht, wie schwer das eigentlich ist“, so Drexler. Den LK-Sportlern gab er außerdem Auskunft über sein Training und seine Ernährungsweise, Dopingkontrollen und seinen Umgang mit Stress, Ängsten und Aggressionen. „Ich musste erst lernen mit Frustrationen umzugehen“, gibt Drexler zu. „Vielleicht hätte ich sonst schon früher in einem richtig guten Verein gespielt.“Drexler 3Von einem Lernprozess spricht er auch bei der Bewältigung von Stresssituationen. Mit der Erfahrung komme auch der souveräne Umgang mit Ängsten, so Drexler. Dennoch gebe es immer Situationen im Leben, in denen einem „1000 Gedanken und Ängste durch den Kopf gehen“. So erinnert er sich an das Spiel gegen Schalke im DFB-Pokal 2018, als er einen entscheidenden Elfmeter nicht verwandelte: „In dem Moment, in dem ich verschossen habe, habe ich gedacht, ich will mein Leben genau jetzt gerne vorspulen.“ Genau mit dieser offenen Art kam Dominick Drexler bei den Schülerinnen und Schülern sehr gut an: „Ich fand es sehr interessant, was er alles erzählt hat. Er ist sehr sympathisch“, resümierte Tobias Weick aus der Q 2.